Kleine Serva
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In der Zeit mit Claudia und Thomas habe ich mich selbstverständlich auch geändert bzw. weiterentwickelt.

Abgesehen davon, dass ich selbstbewusster und selbstsicherer wurde, hat sich auch hinsichtlich meiner Neigungen etwas getan.

Anfangs war ich sehr fixiert aufs "Benutzt"-werden. Festgemacht werden und das Gefühl dabei haben, dass man jetzt mit mir machen kann, was immer man möchte, war für mich das Größte. Ich mag es heute immer noch, sogar sehr, aber das Gefühl dabei ist ein bisschen anders als zu Beginn.

Damals war es wohl die Ungewissheit. Was passiert? Du kannst zappeln, aber was wirklich geschieht, liegt nicht in deiner Hand. Falsch, denn ich hätte jederzeit sagen können, dass es zu weit geht, dass ich nicht mehr will. Aber habe ich natürlich nicht getan, denn ich hab es ja genossen. Und auch wenn ich wusste, dass mir nie etwas passieren wird, so war doch das Gefühl da, dass ich keinen Einfluss auf das Geschehen habe.

Ein weiterer Punkt war wohl, dass ich mich für so ziemlich alles geschämt habe. Was in dem Fall aber gut war, denn das machte es für mich noch schöner. Nackt oder mit wenig Kleidung da liegen und festgemacht sein. Peinlich!

Die Kleidung die mich vor Blicken schützte, war weg. Auch meine Hände, die ich zur Not benutzen konnte, um Bereiche, die keiner sehen soll, zu bedecken, brachten mir nichts. Waren ja irgendwo angebunden. Ich konnte mich nicht wegdrehen, nicht umdrehen, so dass man nichts sieht.
Alles Dinge, die mich quälten.. aber viel mehr erregten.

Heute sieht das anders aus, was auch klar ist, denn ich kenne ja das ein oder andere.
Die Ungewissheit macht mir nicht mehr zu schaffen und Nacktsein? Es normalisiert sich mit der Zeit.
Doch auch wenn diese beiden Dinge fehlen, genieße ich es nach wie vor, mich nicht .. bzw. nicht richtig bewegen zu können.
Jetzt allerdings genieße ich es, den Kopf abzuschalten, nicht denken zu müssen. Zu wissen, da ist jemand, der weiß was er tut, dem du alles weitere überlassen kannst. Und das Gefühl, sich fallen lassen zu können, ist kaum zu übertreffen :-)

Aber Fesseln alleine? Vor einem Jahr noch hätte ich gesabbert und geglaubt, dass das alleine mir persönlich alles geben könnte.
Doch ich habe mich geirrt.

Mittlerweile habe ich gemerkt, dass es Dinge gibt, an denen ich viel mehr Freude habe.

Ich mag es, wenn es meinem Herrn und meiner Herrin gut geht. Das ist mir heute wichtiger als meine Befriedigung (auch wenn ich das manchmal vergesse *grins*)
Dabei geht es nicht nur ums "gut-gehen". Ihre Beurteilung ist für mich entscheidend.
Sind die beiden mit mir zufrieden, mit dem was ich tue, dann bin ich es auch. Sind sie es nicht, bin ich es auch nicht, was dann dazu führen kann, dass ich entweder ein furchtbar schlechtes Gewissen bekomme oder mich einfach nur über mich ärgere (was übrigens nicht immer gut ist, da das auch falsch gedeutet werden kann).

Ich freue mich, wenn ich etwas tun kann, was die beiden wünschen, wenn auch ein großes Schlucken hin und wieder dazu führt, dass die Freude in diesem Moment nicht wahrzunehmen ist.
Dafür spüre ich sie eben nachher.
Diese Einstellung hat mir auch dazu verholfen, nun Dinge tun zu können, die ich vorher nicht verstanden habe.

Thomas und Claudia mit "Herr" oder "Herrin" anzusprechen, hielt ich nie für nötig, auch nicht für sinnvoll.
Da ich mittlerweile aber gerne und vor allem bewusst Dinge tue, die sie möchten, halte ich es auch für angebracht.

Mittlerweile weiss ich, dass die beiden verlangen können was sie wollen. Und würde es mir noch so wenig Spaß machen, würde ich noch so schlucken und mir denken "oh nein, bitte nicht" würde ich es trotzdem tun.
Allein wegen der Gewissheit, dass ich den beiden damit eine Freude mache und somit auch mir (denn ihre Freude ist auch meine), würde ich es machen.
Und das ist auch der Grund, warum ich die Anrede "Herrin" und "Herr" in bestimmten Situationen als durchaus angebracht empfinde.
Das alles ist aber auch nur deswegen möglich, weil ich weiß, dass die beiden auf mich achten und selbst mitdenken.

Es gibt sicher noch mehrere Punkte, in denen sich meine Einstellung geändert hat.
Ich jedenfalls weiß jetzt, dass "Hilflos"-sein nicht das non plus ultra sein muss, sondern dass es Dinge gibt, die sehr viel schöner sind.

die kleine serva

15.09.2005
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